20.05.2026
Schwacher Jahresauftakt für die deutsche Möbelindustrie
Firmeninfos
Die Verbände der deutschen Möbelindustrie melden für das erste Quartal 2026 um 3 % auf rund 3,8 Mrd. EUR gesunkene Branchenumsätze. Lediglich die Hersteller von Küchenmöbeln verbuchten ein Plus von 4 %. Besonders hart getroffen hat es hingegen die Polstermöbelindustrie, deren Einnahmen um 9 % auf 221 Mio. EUR zurückgingen. Ähnlich sieht es bei den Matratzenproduzenten aus, deren Umsätze um 8 % auf 110 Mio. EUR gefallen sind.
Neben der Kaufzurückhaltung sieht sich die Branche mit steigenden Kosten für Energie, Vorprodukte wie Spanplatten oder Polsterschäume sowie Logistikdienstleistungen konfrontiert. In einer Befragung gaben fast 30 % der Firmen an, im zweiten Quartal mit Kurzarbeit zu planen. Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie, fordert daher: „Deutschland braucht eine Reformagenda, die eine positive Perspektive aufzeigt. Hierzu gehören steuerliche Entlastungen, Bürokratieabbau und – über den Bau-Turbo hinaus – weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Baukonjunktur.“