26.03.2026
Markt für Haus- und Heimtextilien schrumpft weiter
Das IFH Köln und die BBE Handelsberatung kommen in ihrem aktuellen „Branchenbericht Haus- und Heimtextilien“ zu dem Schluss, dass sich der 2023 begonnene Abwärtstrend für diese Produktgruppen insgesamt auch 2025 fortgesetzt hat. Das Marktvolumen sei im vergangenen Jahr um weitere 1,2 % auf 8,7 Mrd. EUR gesunken. Wobei die negative Entwicklung sämtliche Teilmärkte betreffe: Bettwaren, Haus-/Tisch-/Bettwäsche, Gardinen- und Dekostoffe sowie in besonderem Maße textile Bodenbeläge. Bei letzteren zeigten lediglich kleinformatige Webteppiche aktuell ein Umsatzplus. Die Zeit der vollflächigen Teppichböden in privaten und gewerblichen Räumen sei hingegen endgültig vorbei.
„Kurzfristige Sondereffekte wie der Homing-Trend während der Pandemie haben dem Markt zwar vorübergehend Auftrieb gegeben, doch diese Phase war nicht nachhaltig. Heute sehen wir, dass das Nachfrageverhalten wieder deutlich verhaltener ausfällt und viele Konsumentinnen und Konsumenten Anschaffungen im Wohnbereich zurückstellen“, ordnet Dominik Nuß, Executive Consultant bei der BBE Handelsberatung, die Ergebnisse der Studie ein. Die Entwicklung sei nicht kurzfristig, sondern strukturell, Händler und Hersteller müssten sich auf ein dauerhaft anspruchsvolles Marktumfeld einstellen. Mindestens bis 2030 rechnen die Marktbeobachter mit einer moderat rückläufigen Entwicklung.