07.05.2026
Boden.Zukunft.Award 2026: Vier nachhaltig agierende Vorbilder ausgezeichnet
Firmeninfos
Dieser Preis macht Nachhaltigkeit im Handwerk sichtbar: Auch bei der dritten Auflage des
Boden.Zukunft.Awards drehte sich alles um Unternehmen, die sich durch vorbildliches Agieren bei diesem wichtigen Zukunftsthema hervorgetan haben – sowohl im ökologischen als auch sozialen Bereich. Um ein solches Engagement zu fördern, rief
FussbodenTechnik gemeinsam mit der Verlegewerkstoffmarke
Uzin die Auszeichnung
im Jahr 2023 ins Leben. Vergeben wird der Award an Unternehmen, die durch ganzheitliche Konzepte Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitende übernehmen – sei es auf der Baustelle oder im Betrieb.
Der Preis wurde in drei verschiedenen Kategorien ausgelobt, wobei dieses Jahr zusätzlich noch der Sonderpreis „Nachhaltiges Objekt“ vergeben wurde. Die Juroren hatten keine leichte Aufgabe, als sie die Einsendungen unter die Lupe nahmen. Neuzugang in dem Gremium war Nicole Zagolla von der Objekteursvereinigung
Netzwerk Boden. Nach intensiver Beratung standen die Sieger der dritten Ausgabe des Boden.Zukunft.Awards fest. Am 6. Mai 2026 nahmen die vier Preisträger bei einer Feierstunde in der Seeberger Genusswelt in Ulm ihre Trophäen in Empfang. Moderatorin Silvia Quintus, Mitarbeiterin der der Uzin Utz-Unternehmenskommunikation, stellte dem Publikum die einzelnen Betriebe und deren Engagement ausführlich vor. Steffen Kallus, Leiter der Business Unit Uzin, und Tim Steinert von der Geschäftsführung des
SN-Verlags, in dem FussbodenTechnik erscheint, überreichten den Gewinnern ihre Auszeichnungen. Prämiert wurden in folgenden Kategorien:
• Nachhaltigkeit im Unternehmen:
Rebstock Raumdesign aus Ditzingen
• Nachhaltigkeit auf der Baustelle:
Bader Parkett Boden auch Senden
• Nachhaltigkeit bei den Mitarbeitenden:
Farbe & Wohnen Müllner aus Waidhofen an der Thaya (Österreich)
• Nachhaltiges Objekt:
Renner – Raum und Idee aus Nürnberg (für die Bodenbelagsarbeiten im
Umwelthaus in Nürnberg)
Tim Steinert erläuterte in seiner Laudatio die Entstehung des Boden.Zukunft.Awards: „Die Idee reifte über Jahre auf zwei Seiten gleichzeitig. Wir als Verlag waren 2008 mit dem ersten Branchen-Nachhaltigkeitsbericht vielleicht etwas zu früh dran, haben aber Ende der 2010er-Jahre wieder massiv Gas gegeben. 2021 suchten wir nach einem Weg, das Thema im Handwerk sichtbarer zu machen – und stellten fest: Uzin saß zeitgleich am selben Plan. Als wir das merkten, ging alles ganz schnell.“ Beim Sichten der jüngsten Bewerbungen freute er sich vor allem über die vielen Einsendungen kleinerer Handwerksbetriebe: „Sich neben dem harten Tagesgeschäft so intensiv mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen, ist keine Selbstverständlichkeit. Jede Bewerbung ist ein Signal, wie weit unsere Branche schon ist.“
Ökonomie und Ökologie gehen Hand in Hand
Viele Betriebe haben verstanden, dass Ökonomie und Ökologie Hand in Hand gehen – und: „Wer vorangeht, wartet nicht auf die perfekte staatliche Lösung, sondern fängt selbst an. Diese Betriebe sehen Nachhaltigkeit nicht als Last, sondern als Teil ihrer unternehmerischen Identität und Qualitätssicherung“, lobte Steinert. Der Klassiker in Sachen Nachhaltigkeit sei in der Regel die energetische Optimierung, weil sie sich direkt in der Bilanz positiv bemerkbar macht: eigener Strom durch Photovoltaik-Anlagen und die Umstellung des Fuhrparks auf Autos mit Elektromotoren. Tim Steinert sprach sich in diesem Rahmen für einen ganzheitlichen Ansatz aus: „Man sollte sich nicht im ,Optimierungswahn‘ eines einzelnen Details verlieren, sondern lieber in vielen Bereichen erste wirksame Schritte gehen. Und ganz wichtig: Den Faktor Mensch nicht vergessen. Soziale Nachhaltigkeit und Mitarbeiterbindung sind genauso entscheidend wie die CO
2-Bilanz.“
Und Steffen Kallus betonte in seiner Ansprache: „Nachhaltigkeit ist eine Haltung und Nachhaltigkeit ist machbar – dafür steht der Boden.Zukunft.Award.“ Die Preisträger der vergangenen Jahre haben sich vor allem durch ihre Kreativität ausgezeichnet, was sich auch im jeweiligen wirtschaftlichen Erfolg niederschlage. „Handwerker, die sich für Nachhaltigkeit offen zeigen und die Vorteile solcher Produkte und Technologien nutzen, haben für die Zukunft sehr gute Chancen, um sich im Wettbewerb durchzusetzen“, unterstrich der Leiter der Business Unit Uzin.
Nachhaltige Technologien erzeugen Wettbewerbsvorteile
Auch Uzin Utz-Vertriebsvorstand Philipp Utz gehörte zu den Gratulanten. Für ihn sei ressourcenschonend zu handeln ein zentrales Markmal von Nachhaltigkeit: „Dies bedeutet, mit dem, was wir zur Verfügung haben, mit Maß und Verstand umzugehen. Der Klimawandel ist nicht mehr wegzudiskutieren.“ Der Industrie komme dabei eine wichtige Rolle zu. Sein Unternehmen dokumentiere beispielsweise mithilfe von Umweltproduktdeklarationen (EPD) transparent den CO
2-Fußabdruck der jeweiligen Produkte. Mit dem Austausch von Rohstoffen in Rezepturen, die sich als CO
2-Treiber erwiesen haben, durch umweltfreundlichere Alternativen können Treibhausgas-Emissionen immer weiter gesenkt werden. Am Hauptsitz in Ulm sind zudem in der Logistik drei autonom betriebene Elektroshuttle im Einsatz, bei denen kaum Wartungsarbeiten notwendig sind. Die Industrie müsse aber bereit sein, in solche Technologien zu investieren, unterstrich Philipp Utz: „Nachhaltigkeit, Ökologie und Klimaschutz kosten Geld. Es ist aber eine der sinnvollsten Investitionen, wenn nicht sogar die sinnvollste. Zukünftig wird Nachhaltigkeit sogar ein Profitabilitätstreiber sein.“
„Unser Handeln heute ist das Fundament der Welt von morgen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen verantwortungsbewusst die Zukunft zu gestalten“, lautete das abschließende Fazit der Jury und Laudatoren an die Adresse der Preisträger des Boden.Zukunft.Awards 2026.
Preisträger 2026 im Überblick
Wie schon an den Vergabe-Kategorien deutlich wird, haben sich die einzelnen Gewinner in verschiedenen Bereichen des nachhaltigen Handelns hervorgetan. Das Unternehmen
Rebstock Raumdesign aus Ditzingen bei Stuttgart steht für individuelle Innenraumgestaltung mit einem klaren Anspruch an Qualität und Individualität. Der Betrieb aus Baden-Württemberg verbindet traditionelles Handwerk mit modernem Design und realisiert Projekte konsequent mit seinem eigenen Team: von der Planung bis zur Umsetzung. Dabei legt die Geschäftsführung bewusst Wert auf nachhaltige, langlebige Materialien aus verantwortungsvoller Herkunft. Das Unternehmen schafft so Räume, die nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern auch zu einem gesunden Wohnklima beitragen. Die beiden Geschäftsführer, die Geschwister Katharina und Christian Rebstock, nahmen gemeinsam mit ihrer Projektleiterin Rebecca Wurst die Auszeichnung in der Kategorie „Nachhaltigkeit im Unternehmen“ in Empfang: „Wir fanden es spannend zu sehen, welche nachhaltigen Maßnahmen die anderen Preisträger in ihren Betrieben umsetzen. Das motiviert uns, zukünftig noch weitere solche Projekte umzusetzen, um uns so stetig zu verbessern. Die Feierstunde war für uns zudem eine tolle Möglichkeit zum Netzwerken“, sagte das Trio.
Der Betrieb
Bader Parkett Boden mit Sitz im bayerischen Senden bietet ein umfassendes Leistungsspektrum im Bereich der Bodenbelagsarbeiten. Zum Angebot gehören die Verlegung von Parkett, Kautschukböden und anderen langlebigen Beläge für private und gewerbliche Räume. Nachhaltigkeit steht dabei im Mittelpunkt – mit regionalen Produkten, emissionsarmen Verlegewerkstoffen und der konsequenten Auswahl langlebiger Materialien, die Ressourcen schonen und für ein gesundes Wohn- und Arbeitsumfeld sorgen. Die Geschäftsführer Jens und Dieter Bader freuten sich über den Boden.Zukunft.Award in der Kategorie „Nachhaltigkeit auf der Baustelle“. Die Auszeichnung sei für Vater und Sohn eine große Ehre: „Nachhaltigkeit ist fest in unserer Firmenphilosophie verankert. Der Preis motiviert uns, die nächsten Schritte zu gehen – etwa bei der Digitalisierung, der Vereinfachung von Prozessen und der Mitarbeiterbindung. Der Boden.Zukunft.Award wird einen festen Platz in unserer Ausstellung bekommen und wir werden ihn für unseren Online-Auftritt nutzen.“
Nachhaltigkeit wird beim österreichischen Unternehmen
Farbe & Wohnen Müllner aus Waidhofen an der Thaya ganzheitlich verstanden. Das Fundament des Erfolgs ist die soziale Nachhaltigkeit: Geschäftsführer Lukas Müllner macht sich für eine langfristige Sicherung des Bodenleger- und Handwerksberufs durch eine fundierte Ausbildung stark, die weit über den Standard hinausgeht. Seit 1957 hat der Betrieb mehr als 100 junge Menschen erfolgreich qualifiziert – aktuell bildet Müllner elf Lehrlinge aus und zählt damit zu den führenden Ausbildungsbetrieben in Niederösterreich. Der 39-jährige Geschäftsführer Lukas Müllner betonte bei der Verleihung des Preises für „Nachhaltigkeit bei den Mitarbeitenden“: „Nachhaltige neue Technologien tragen dazu bei, das Handwerk als attraktives Berufsfeld in die Zukunft zu führen. Meine Mitarbeiter und Auszubildende sollen bestmögliche Bedingungen vorfinden. Die Auszeichnung empfinde ich als eine sehr schöne Wertschätzung für den bisher beschrittenen Weg.“
Der Betrieb
Renner – Raum und Idee hat im
Umwelthaus Nürnberg die Bodenarbeiten in einem besonders nachhaltigen Gebäude umgesetzt, das ökologische Bauweise und modernes Arbeiten verbindet. Mit langlebigen, ressourcenschonenden Bodenlösungen tragen die Nürnberger in der neuen Zentrale der Umweltbank zu einem gesunden Raumklima und einer hochwertigen Aufenthaltsqualität bei. Dafür gab es den Sonderpreis „Nachhaltiges Objekt“. Die Geschäftsführer, die beiden Brüder Florian und Fritz Renner, erklärten: „Nachhaltig agierende Betriebe können sich vom Wettbewerb abheben. Der Boden.Zukunft.Award macht nach außen unseren Anspruch deutlich, dass wir unseren Kunden nachhaltige Lösungen anbieten und mit den entsprechenden Produkten umgehen können.“
Preisträger und Gäste kamen nach der Siegerehrung ins Gespräch und tauschten sich beim gemeinsamen Abendessen in der Seeberger Genusswelt intensiv aus. Unter den Teilnehmern befanden sich auch
zwei Gewinner aus den Vorjahren: Michael Reiter von
Fox Boden und Alexander Werl von der
Raumausstattung Werl. Beide berichteten, dass Sie den Boden.Zukunft.Award genutzt haben, um ihre nachhaltigen Bemühungen nach außen hin zu dokumentieren – was auch die Endkunden honoriert haben.
Boden.Zukunft.Award 2027: Jetzt bewerben!
Und noch eine gute Nachricht für alle Handwerksbetriebe, die ebenfalls Wert auf nachhaltiges Handeln legen: Auch für das nächste Jahr wird der Preis wieder von FussbodenTechnik und Uzin ausgelobt. Interessierte Handwerksbetriebe können sich ab sofort bis zum 31. Dezember 2026 für den Boden.Zukunft.Award 2027 bewerben unter
www.bodenzukunftaward.com.
FussbodenTechnik stellt die vier Preisträger in ausführlichen Porträts vor. Den Anfang macht in der kommenden Juni-Ausgabe Bader Parkett Boden aus Senden. Die weiteren Porträts folgen in den Ausgaben im August und Oktober.
Boden.Zukunft.Award – bisherige Preisträger:
2024
- Nachhaltigkeit bei den Mitarbeitenden:
Fußboden Blum aus Kalbach
- Nachhaltigkeit auf der Baustelle:
Oschwald aus Waldkirch
- Nachhaltigkeit im Unternehmen:
Fox Boden aus Neuhofen im Innkreis (Österreich)
2025
- Nachhaltigkeit bei den Mitarbeitenden:
U. Leibbrand aus Schorndorf
- Nachhaltigkeit auf der Baustelle:
Raumausstattung Werl aus Blaichach
- Nachhaltigkeit im Unternehmen:
Schühle aus Schönaich
- Nachhaltiges Gesamtkonzept:
Wohnwerk in der Natur aus Markt Schwaben
- Nachhaltige Unternehmensentwicklung:
Fox Boden aus Neuhofen im Innkreis (Österreich)
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Foto/Grafik: SN-Verlag
Kürung der Preisträger des Boden.Zukunft.Awards 2026 am 6. Mai (vorne von links): Florian Renner, Dieter Bader, Katharina und Christian Rebstock, Rebecca Wurst, Tim Steinert (SN-Verlag) sowie (hinten von links): Steffen Kallus (Uzin), Fritz Renner, Jens Bader, Nicole Zagolla (Netzwerk Boden), Lukas Müllner und Philipp Utz (Uzin Utz).

Foto/Grafik: SN-Verlag
Zum dritten Mal vergaben FussbodenTechnik und Uzin den Boden.Zukunft.Award – dieses Mal von Netzwerk Boden in der Jury unterstützt.

Foto/Grafik: SN-Verlag
Rebstock Raumdesign aus Ditzingen erhielt den Preis in der Kategorie „Nachhaltigkeit im Unternehmen“ (von links): Tim Steinert (Geschäftsführung SN-Verlag), Katharina und Christian Rebstock, Projektleiterin Rebecca Wurst und Steffen Kallus (Leiter Business Unit Uzin).

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Für „Nachhaltigkeit auf der Baustelle“ wurden Jens und Dieter Bader von Bader Parkett Boden aus dem bayerischen Senden ausgezeichnet.

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Lukas Müllner, Geschäftsführer von Farbe & Wohnen Müllner aus dem österreichischen Waidhofen an der Thaya, sicherte sich den Preis in der Kategorie „Nachhaltigkeit bei den Mitarbeitenden“.

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Der Sonderpreis „Nachhaltiges Objekt“ ging an den Nürnberger Betrieb Renner – Raum und Idee. Die beiden Geschäftsführer, die Brüder Florian und Fritz Renner, nahmen ihn bei der Feierstunde in Ulm entgegen. Ihr Unternehmen zeichnet für die Bodenbelagsarbeiten im Umwelthaus Nürnberg verantwortlich.

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Diskutierten über nachhaltiges Handeln im Bodenhandwerk (von links): Philipp Utz (Vertriebsvorstand Uzin Utz), Tim Steinert (SN-Verlag), Moderatorin Silvia Quintus und Steffen Kallus (Leiter Business Unit Uzin).

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Moderatorin Silvia Quintus erhielt von Steffen Kallus zum Dank einen Blumenstrauß überreicht.

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Steffen Kallus (links) und Tim Steinert (rechts) gratulieren den Preisträgern Jens und Dieter Bader.

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Alexander Werl, einer der Preisträger des Boden.Zukunft.Awards 2025, erläuterte, wie er die Auszeichnung nutzt, um beim Endkunden zu punkten.

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Aus Österreich war Michael Reiter (hintere Reihe Mitte mit Mikrofon) angereist. Mit seinem Betrieb Fox Boden hatte er den Boden.Zukunft.Award sogar schon zweimal in Folge erhalten: 2024 und 2025.

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Beim gemeinsamen Abendessen in der Seeberger Genusswelt in Ulm kamen Preisträger und Organisatoren ins Gespräch – eine ideale Plattform zum Netzwerken.